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DM-Bronze im Harz und bestes bayerisches Team beim Deutschland-Cup


Die Gastgeber des MTK Bad Harzburg konnten am 10. Oktober fast 1200 Athleten begrüßen, da an diesem Wochenende neben der Deutschen Langdistanz-Meisterschaft für die Orientierer zusätzlich der Junioren-Europa-Cup ausgetragen wurde, und somit sehr viele ausländische Verbände mit ihren Jugendmannschaften angereist waren. Malte Rehbein holte Für Mietraching die Bronzemedaille und das Staffelteam zeigte sich als bestes aus ganz Bayern.
Schon vor vier Jahren war der Harz der Austragunsort dieser Titelkämpfe und auch diesmal präsentierte er sich bei strahlendem Sonnenschein, aber mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem eisigen Ostwind, was wohl das einzige Manko dieser gelungenen Großveranstaltung war.
Der riesige Huneberg-Steinbruch mit Superblick auf den zum Greifen nahen Brocken bot eine prächtige Kulisse. Die in einigen Bereichen neu erweiterte Karte der Senioren-WM von 2013 bot neben einem schnell belaufbaren Fichtenwald viele diffizile Felsformationen, teilweise in steilen Hängen, in die der Bahnleger überaus fordernde Bahnen gezaubert hatte. So musste die Herren-Elite 16,0 km bei 680 Höhenmeter zurücklegen, zu viel, um die vom Verband vorgeschlagene Siegerzeit einhalten zu können. Und auch alle anderen Kategorien waren im anspruchsvollen Gelände physisch und orientierungstechnisch hoch gefordert. Die Teilnehmer des SV Mietrachung gaben zum Abschluss der nationalen OL-Saison nachmal alles und konnten sich mit hervorragenden Leistungen präsentieren.
DSC01993 - KopieAllen voran Malte Rehbein, der sich in seiner gut besetzten H40 Kategorie sehr gut behaupten konnte; er hatte am Ende zwar zum Sieger einen Rückstand von fast 10 Minuten, doch die Zeit von 92 Minuten über seine 10,2 km (515 Hm / 17 P.) reichte, um sich über die Bronzemedaille freuen zu können.
Bei den Juniorinnen D-20 hatte der SV Mietraching gleich zwei Eisen im Feuer, doch mit der Spitze konnten Hannah Kühne und Helena Bastian nicht mithalten. Kühne sicherte sich nach zwei Stunden Laufzeit über 9,4 km (450 Hm / 17 P.) noch einen Diplomplatz mit Rang 5; Helena Bastian verpasste mit Platz 7 knapp ein Diplom.
 
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   Amelie Bastian            Korbinian Lange     Linda Keyserlingk   Georg Biller jun.         Julia Penzkofer
 
Auch Vereinskollege Korbinian Lange hatte in der männlichen Jugend H-18 keine Chance auf eine Medaille, obwohl er seinen Lauf fast fehlerfrei und mit ordentlichem Tempo absolviert hatte. Die 10,2 km und 500 Höhenmeter schaffte er in 97 Minuten, doch die Spitze war zu stark, so dass er am Ende mit Platz 8 unter 23 Teilnehmern sehr zufrieden war.
Amelie Bastian schaffte in ihrem ersten D-16 Jahr über die 6,3 km den Sprung ins Mittelfeld auf Platz 13.
In den Rahmenkategorien konnte Maria Lange auf der D19kurz-Strecke überzeugen und schaffte mit ihrem 43 Minuten Lauf mit Platz drei den Sprung aufs Podest.
In der Kategorie H19kurz belegte Roland Vogl unter 73 Mitstreitern den 11. Rang, und Georg Biller jun. den 46. Rang.
Karin Vogl hatte sich in ihrer Seniorinnen-Kategorie D45 nicht gerade eine Medaille ausgerechnet, aber den Sprung unter der ersten Zehn wollte sie schaffen; diesen verpasste sie leider nur knapp und landete am Ende auf Platz 12 im Mittelfeld.
Für die Neu-Mietrachingerin Linda Keyserlingk war es der erste große Wettkampf überhaupt, und für eine OL-Neueinsteigerin sehr mutig, sich gleich in der eregulären Kategorie (D35) zu melden. Hier musste sie natürlich über die 8,0 km und die 310 Höhenmeter etwas Lehrgeld bezahlen, denn die 18 Posten waren im schwierigen Gelände nicht einfach anzuorientieren. Doch sie kämpfte sich durch und hatte nach 3 Stunden und 8 Minuten die Ziellinie erreicht.
 
Tags darauf wurde dann traditionell der Deutschland-Cup ausgetragen, Deutschlands-5er-Staffel-Wettbewerb, der zeigen sollte, welche Vereine auch in der Breite gut aufgestellt sind und nicht nur Elite-Läuferinnen und -Läufer fördern. Durch die Neuregelung in diesem Jahr, wo sich verschiedene Kategorien in der Vereinsstaffel wieder finden mussten, gab es Spannung pur. Obwohl die übermächtigen Vereine aus Dresden mit ihren vielen Hundert Mitgliedern die Spitze weiterhin dominierten, konnte die kleine OL-Abteilung des SV Mietraching mit zwei Staffeln an den Start gehen. Hier schafften sie es unter 86 gestarteten Vereinsteams den Sprung in die Top-Ten zwar nicht, doch mit Platz 12 war man hoch zufrieden und selber etwas überrascht;  zudem hatte man die beste bayerische Platzierung inne.
 
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     Maria Lange      Hannah Kühne      Malte Rehbein       Roland Vogl                  Korbinian Lange

Den Grundstein dafür setzte schon mal Startläufer Malte Rehbein auf der langen Bahn (5km), der bei den Zwischenzeiten immer zwischen Platz 20 und 30 pendelte. Als zweite Läuferin wurde Maria Lange ins Rennen auf die Mittelbahn geschickt, die ebenfalls auf ihre 4 km keine Plätze mehr verlor und als 22. Hannah Kühne auf die kurze Strecke (2,3 km) schickte. Hier konnte diese ihre schnellen Beine im offenen Gelände fliegen lassen und ihren Trainer Roland Vogl auf Platz 15 liegend abschlagen. Vogl hatte wieder eine längere Bahn über 4 km zu laufen und konnte seine Posten fehlerfrei anorientieren, so dass sich Schlussläufer Korbinian Lange hochmotiviert auf seine 5 km-Bahn begab. Auch er konnte seine Schnelligkeit und seine gute Orientierungsfähigkeit ausspielen; am Ende überquerte er als 12er die Ziellinie und wurde vom gesamten Team freudig empfangen.
Die zweite Staffel des SV Mietraching schaffte mit Georg Biller jun., Karin Vogl, Amelie Bastian, Julia Penzkofer und Linda Keyserlingk den 57. Rang und war auch damit zufrieden.
Nun geht es für alle in die wohlverdiente Winterpause.
 
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      Linda Keyserlingk    Julia Penzkofer      Amelie Bastian             Karin Vogl               Georg Biller jun.
 
 
 
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