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Mietrachinger Oberligaringer ohne Glück

Man hatte sich so viel vorgenommen, um zum Saisonabschluss in der Oberliga Bayern mit einem Sieg abzuschließen. Doch am Ende fehlte den Mietrachingern in der Partie gegen den SV Johannis Nürnberg II bei der knappen 15:16-Niederlage ein wenig das Glück. Einen versöhnlicheren Abschluss legte da die zweite Mannschaft hin, als sie mit einem 31:23-Sieg gegen Westendorf III denn Klassenerhalt schaffte.

Im Vorfeld war schon klar, dass der SV Mietraching in die Bayernliga absteigen muss, was aber die Einstellung und den Kampfgeist in der letzten Partie nicht missen ließ. Denn das Team wollte dem heimischen Publikum mit einem Sieg gegen Nürnberg für ihre Treue danken. Doch es sollte nicht sein, wie in drei Paarungen die knappen Ergebnisse zeigten, wo durchaus noch der eine oder andere Mannschaftspunkt möglich gewesen wäre. Zudem ging es für die Gäste aus Mittelfranken noch um Einiges. Mit einem Sieg konnten sie sogar noch auf den fünften Tabellenplatz vorrücken, so dass sie mit vollem Einsatz an die Aufgabe heranging. Wie eng und ausgeglichen es in den zehn Kämpfen zuging, zeigten die jeweiligen Paarungen, von denen jedes Team fünf für sich entscheiden konnten. Bis zum letzten Kampf beim Stande von 14:16 Punkten war noch alles offen und die Entscheidung auf des Messers Schneide. So sehr sich auch die etwa 100 Zuschauer hinter ihre Mannschaft stellten und sie ständig anfeuerte, reichte es einfach nicht, zumal der Kampfrichter ausgerechnet im letzten Kampf noch eine fragwürdige Entscheindung zu Gunsten der Gäste fällte.

Die Ergebnisse – 57 kg gr.: Schon in den ersten Aktionen merkte man, dass Daniel Walter der technisch bessere Ringer war. So musste Stefan Schmidt (M) schnell erkennen, dass er gegen diesen Gegner keine Chance hatte. Nach 2.17 Minuten holte sich der Mittelfranke nach klarer Führung noch einen Schultersieg. 0:4

130 kg fr.: Da die Gäste diese Gewichtsklasse unbesetzt ließen, bekam Tibor Kucsera (M) die Punkte kampflos zugesprochen. 4:4

61 kg – gr.: Simon Scholler (M) ließ von Beginn an keinen Zweifel über einen Sieg aufkommen und ging gegen Ömer Faruk Senyjgit voller Power ans Werk. Mit sehenswerten Griffaktionen und einer klaren Führung setzte er sein Vorhaben bereits nach 1.19 Minuten mit einem Schultersieg um. 8:4

98 kg – gr.: In dem Bulgaren Ivan Blagoev traf Markus Lederer (M) auf einen übermächtigen Gegner, gegen den er schnell einsehen musste, dass er hier nichts zu melden hatte. Bereits die erste gelungene Aktion nach nur 25 Sekunden brachte für den Gast die vorzeitige Entscheidung. 8:8

66 A – gr.: Mit dem Einsatz von Marco Möser (M) wollte man dem Heimteam ein wenig mehr Stabilität gegen, was auch durchaus gelang. Denn gegen Timon Hellerich hielt er sich bis zur Schlussphase recht ordentlich als er nur mit 1:3 Punkten in Rückstand lag. Doch Sekunden vor dem Ende gelang dem Gast noch eine Wertung, die ihm für sein Team statt einer „Eins“ eine „Zwei“ auf das Mannschaftskonto brachte. 8:10  

86 B – fr.: Michael Weber (M) ging erneut für den verletzten Maximilian Primbs auf die Matte. Und dabei traf er auf einen starken Evgeniy Valentier, gegen den er einfach nichts zu bestellen hatte. Nach 1.04 Minuten musste Weber gegen den technisch versierten Gast durch eine Schulterniederlage die Segel streichen. 8:14

66 B – fr.: Wenig Respekt zeigte Csaba Üveges (M) in seiner Partie gegen Besir Mirza Alan. Von der erste Sekunde an zeigte er dabei dem Gast dessen Granzen auf und punktete nach belieben. Bereits nach 59 Sekunden wurde er beim Stand 16:0 Punkten zum Überlegenheitssieger ernannt. 12:14

86 A – gr.: Im Kampf gegen Franco Besold fehlte auch Matthias Scholler (M) am Ende ein wenig das Glück. Gegen einen äußerst defensiv eingestellten Gast zeigte er eine ansprechende Leistung und führte bis kurz vor Schluss mit 8:0 nach Punkten, was eine „Drei“ fürs Team bedeutete. Doch Besold mobilisierte noch einmal all seine Kräfte und schob den Mietrachinger von der Matte, was eine kleine Wertung einbrachte. Dies soll jedoch den klaren 8:1-Punktsieg des Mietrachingers in keiner Weise schmälern. 14:14

75 A – gr.: Nun lag es im vorletzten Kampf an Patrick Feilmeier (M), mit einem couragierten Kampf gegen Simon Will, das Heimteam auf Siegkurs zu bringen – doch es kam anders. Er traf nämlich auf einen äußerst kampfstarken Gegner, der nicht mit ihm spaßen ließ, wie zwei Kopfzüge verraten. Zwar kämpfte sich der Mietrachinger tapfer aus diesen brenzligen Situationen heraus, doch diesen Rückstand konnte er während der verbleibenden Kampfzeit nicht mehr wett machen. Feilmeier verlor am Ende mit 9:14 nach Punkten. 14:16  

75 B – fr.: Im letzten Kampf des Abends war für Markus Ertl (M) nun klar, nur ein überzeugender Sieg gegen Alexander Michael bedeutet den Gesamterfolg seines Teams. Dementsprechend konzentriert ging er die Aufgabe an und es stellte sich schnell heraus, dass sein Widersacher einfach nicht gewillt war, sich dem Kampf zu stellen. Er verlagerte sich nur auf die Defensive, wobei ihm drei Ermahnungen und zwei Verwarnungen nicht störten. Er war nämlich nur darauf bedacht, eine knappe Punktniederlage zu kassieren, was ihm mit einer fragwürdigen Entscheidung des Kampfrichters fünf Sekunden vor Schluss auch gelang. Ertl führte mit 3:0 Punkten und hätte dadurch ein Remis für sein Team gerettet. Doch Michel riskierte in der verbleibenden Zeit noch einmal alles und drängte Ertl an den Mattenrand. Ertl übernahm diesen Angriff um seinerseits einen Konter anzusetzen, der ihm auch in souveräner Manier gelang und einen „Vierer“ eingebracht hätte. Doch plötzlich gab der Kampfrichter dem Gast eine „Einserwertung“ da Ertl leicht über den Mattenrand trat. Laut Wettkampfbestimmung muss die Aktion des griffausführenden Ringers bewertet werden und nicht das übertreten des Mattenrands des griffausführenden Ringers – also zwei Fehlentscheidungen in einer Aktion. Somit gewann Ertl „nur“ mit 3:1 nach Punkten.        

Endstand: 15:16

SVM II schaffte mit Sieg gegen Westendorf III den Klassenerhalt

Auf der zweiten Mannschaft des SV Mietraching lag beim letzten Kampf der Saison ein enormer Druck. Um dem Abstieg sicher zu entgehen, benötigte man in der Partie der Gruppenoberliga Süd gegen den TSV Westendorf III unbedingt einen Sieg um an dem TSV Diedorf noch vorbei zu ziehen. Und die Niederbayern hielten dem Druck in beeindruckender Weise stand und landeten am Ende gegen die Schwaben einen verdienten 31:13-Sieg. Die Punkte für Mietraching holten: Norbert Galajda (8), Sebastian Scholler (8), Petr Vurbs (8) und Armin Lehner (7).

 

 
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